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la madre única

la madre única – Leidenschaft und Herzblut

DIE GESCHICHTE

Es begann alles vor 40 Jahren im Friaul in Nordostitalien. Damals haben wir jeweils die Sommerferien mit unseren drei Buben in Bibione an der Adria verbracht. Der Ort zwischen Venedig und Triest war nicht zufällig gewählt, denn nicht unweit davon lebte die Nonna von meiner Frau. So konnten wir nebst den Badeferien am Meer auch die vorzügliche Küche von Terza geniessen. Dabei durften natürlich auch alle Tanten und Onkeln nicht fehlen. Unweigerlich kommt man in dieser Region mit Wein in Berührung – und so fing alles an. Die Faszination über die Entstehung des Weines vom Rebstock über die Traube bis hin in die Flasche liess mich nicht mehr los.

Über das Studium vieler Weinbücher und durch Besuche auf Weingütern in der ganzen Welt habe ich mir selbst ein umfangreiches Wissen angeeignet. Mit dem Hauskauf im Jahr 2000 im Südwesten Kataloniens lagen die Weingüter wie Terra Alta, Montsant, Priorat, Tarragona und Penedès praktisch vor der Haustüre. Über all die Jahre konnte ich mir in diesen Weingebieten ein sehr gutes Netzwerk aufbauen.

Traum vom eigenen Wein

Únic 2007 und 2010 hiessen die ersten Rotweine, die ich in der D.O. Montsant nach meinen Vorstellungen ausbauen konnte. Dabei geholfen haben mir die Önologen Jürgen Wagner und Francesc Perelló, die beide für die Genossenschaft in Capçanes tätig waren (Perelló) oder noch sind (Wagner). Von ihnen konnte ich durch die praktische Arbeit sehr viel lernen. Die Herstellung der Weine wird auf unserer Website www.el-vino.ch ausführlich beschrieben.

Im Oktober 2012 habe ich mit meinem Sohn Yves ein eigenes Weingeschäft in meiner Liegenschaft an der Hauptstrasse 8 in Oensingen eröffnet. Wir importieren Qualitätsweine und kaltgepresstes Olivenöl von kleinen Familienbetrieben direkt in die Schweiz. Dabei handelt es sich um hierzulande unbekannte Qualitätsweine mit sehr hohem Trinkgenuss zu moderaten Preisen. Das kaltgepresste BIO-Olivenöl haben wir an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) testen lassen und dabei die Bestnoten abgeholt.

la madre única

Im Jahr 2016 wollte ich wieder einen eigenen Únic herstellen. Diesmal im Weingut von Roca de les Dotze im Priorat. Die Weingutbesitzer Lourdes Rispa und Enrique Henri habe ich 2012 durch ihren Önologen Josep Serra kennengelernt. Pep kannte ich noch aus jener Zeit, als er für das Weingut Mas Perinet Spitzenweine kelterte. Heute ist er selbstständig und produziert eigene Weine im Montsant und in der Terra Alta. Daneben hat er noch einige Mandate von Weingütern, für die er den edlen Rebensaft ausbaut.

 

Am 22. September 2016 war ich auf dem Weg in das Priorat, als mich die Nachricht vom Tod meiner Mutter erreichte. Als ich bei Lourdes und Enrique im Weingut ankam, war aus dem Únic die Weinmarke la madre única geboren. Statt der vorgesehenen fünf Rotweintraubensorten (auf dem Weingut werden fünf rote: Garnacha Tinta, Cariñena, Syrah, Cabernet Sauvignon, Merlot und drei weisse: Garnacha Blanca, Viognier, Pedro Ximenez ausgebaut) kam als sechste Traubensorte noch die weisse Garnacha Blanca dazu. Somit waren alle meine Geschwister in Form einer Traube in der Flasche vereint. Die weisse Traubensorte habe ich der jüngsten Schwester gewidmet, die von Geburt auf das Schwerste cerebral gelähmt war und in Pflegeheimen bis zu ihrem Tod im Februar 2014 aufwuchs. Obwohl sie nicht mit uns wohnen konnte, war sie immer bei Familienanlässen dabei oder wir haben sie im Pflegeheim besucht. All dies widerspiegelt sich im Rotwein von la madre única, der sehr harmonisch daherkommt und ihm mit der weissen Traubensorte einen eigenwilligen Charakter verleiht. Das Etikett und der Schriftzug hat mein Neffe Yannick für seine Grossmutter entworfen: Sie liebte Sonnenblumen über alles.

Zum Rotwein sind nun im September 2017 noch ein Weiss- und Roséwein mit dem gleichen Namen und demselben Etikett, einfach in einer anderen Farbe, dazugekommen. So wird es nun jedes Jahr zum Muttertag auch einen la madre única mit den neuesten Jahrgängen geben und soll somit eine Hommage an alle Mütter sein.

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Mas Gomà 1724 – Cava Vendrell Olivella

Mas Gomà 1724 – Cava Vendrell Olivella

Das Landgut Mas Gomá liegt in der bekannten D.O. Penedès im Nordosten Spaniens und nur 40 km westlich von Barcelona. Im weiten Tal um den Weinhauptort und der Stadt Vilafranca del Penedès, zwischen dem Küstenstreifen Costa Daurada und den höher gelegenen Bergregionen, wachsen die Trauben für die Cavas der Familie Vendrell.

Der Traum, lagerfähige Cavas herzustellen, trieb den heutigen Macher Joan Manel Vendrell Ferret an. Seit seiner Jugend kennt und liebt er die Weinberge um Mas Gomà. Nach zahlreichen Lehr – und Wanderjahren in der Region und einem Studium zum Önologen, stieg der Visionär wieder ins Familienunternehmen ein. Auch seinem Sohn, Joan Vendrell Olivella, steckt der Weinvirus im Blut. Zunächst als Produktmanager aktiv, konnte er sich dem Erbe seiner Familie nicht entziehen und bringt mittlerweile gemeinsam mit seinem Vater das Unternehmen voran.

Die Weinberge umfassen 22 ha. Auf den kalkhaltigen Böden gedeihen die Trauben an bis zu 60 Jahre alten Stöcken, die mit niedrigen Erträgen und hoher Qualität den Grundstein für die charismatischen Schaumweine legen. Der Boden ist es auch, der es den Winzern erlaubt, ihre Cavas lange auf der Hefe zu lagern, was letztendlich die Finesse und Komplexität der Schaumweine ausmacht. Die Cavas liegen mindestens zwei, die meisten aber über drei Jahre, auf der Hefe. Deshalb stellt Vendrell Ferret nur Jahrgangs Cavas her. Die Gesamtproduktion beträgt 25000 Flaschen im Jahr. Einen Anteil an der Qualität hat auch die bio-dynamische Bewirtschaftung der Weinberge. Hier wird auf jeglichen Gebrauch von Schädlingsbekämpfungsmitteln und Fungiziden verzichtet.

Der Cava wird mit den drei typischen Rebsorten Xarel-lo (bringt die Säure), Parellada (sorgt für Finesse und Eleganz) und Macabeo (für die Frucht) hergestellt.

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Vinyes del Terrer – D.O. Tarragona

Vinyes del Terrer – D.O. Tarragona

Muschelkalk und Meerbrise

Das Weingut in Vila-seca, zwischen Tarragona und Cambrils gelegen, liegt nur 2 km von der Costa Dorada entfernt und hat eine Anbaufläche von 7 ha. Die Bodega gehört seit über 100 Jahren der Familie Morell. Im Jahr 1989 übernahm Joan Maria Morell das Weingut aus einer Erbschaft und pflanzte die ersten Reben Garnacha tinta und Cabernet Sauvignon. Von diesem Moment an hat es den gelernten Chemiker gepackt und die Leidenschaft für das Wissen rund um den Wein und Weinbau war geboren. Am Anfang wurden die Trauben noch verkauft und dann im Jahr 2003  wurde der erste Rotwein „Terrer d’Aubert“ erzeugt. Dank dem Lumaquella (Muschelkalk)-Boden und der Nähe zum Mittelmeer (20 m über dem Meeresspiegel) mit weichen Meerbrisen und rund 2600 Sonnenstunden pro Jahr entstehen Weine von ganz besonderem Charakter.

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La Cova dels Vins – D.O. Montsant

La Cova dels Vins – D.O. Montsant

An einem kalten Winternachmittag im Jahr 2002 arbeitete Francesco Perello, genannt Sisco, mit seinem Vater in einer kleinen, fast schon vergessenen Parzelle. Die Rebstöcke waren uralt und dicht gewachsen. Es war nicht daran zu denken, einen Traktor oder moderne Geräte einzusetzen. So schnitten die beiden auf traditionelle Weise und unter den widrigsten Umständen – stundenlang. Vater Perello begann Geschichten von früher auszupacken und erzählte seinem Sohn von der fixen Idee, eines Tages einmal wieder Wein von eben dieser Parzelle zu produzieren.

Sisco, der auch lange als Önologe bei der Cooperativa Celler de Capçanes sein Wissen zur Verfügung gestellt hat, war begeistert. Vater und Sohn nannten das neue Projekt «La Cova dels Vins», nach Siscos Urgrossvater, der den kleinen hauseigenen Betrieb immer die «Weinhöhle» nannte.

Alle Weine von Sisco entstehen aus ausgesuchten Einzellagen, die zwischen Falset und Capçanes auf einer Höhe von 200 bis 700 Meter über Meer liegen und deren Rebstöcke ausschliesslich traditionell bearbeitet werden.

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Roca de les Dotze – D.O.Ca Priorato

Roca de les Dotze – D.O.Ca Priorato

Der Name des Weinproduzenten «Roca de les Dotze» (zu deutsch: zwölf Uhr Felsen) bezieht sich auf eine Kerbe im Bergmassiv Montsant. Wenn bei Sonnenschein eine Kerbe ganz im Schatten liegt, dann ist es genau zwölf Uhr am Mittag. Früher, als es noch keine Uhren gab, haben sich die Menschen am Stand der Sonne orientiert.

Das Weingebiet liegt in einem Naturpark auf 650 bis 710 m ü. M. zwischen den Dörfern Cornudella de Montsant und La Morera de Montsant.

Auf dem 13 Hektaren grossen Weingebiet, unterteilt in fünf Zonen, sind 45‘712 Rebstöcke angebaut. Ein grosser Teil der Rotweintrauben wird immer noch verkauft und nur die besten Trauben werden für die eigenen Weine verwendet. Die Traubenernte erfolgt manuell in 15 Kilo-Kisten und die Trauben werden vor der Pressung nochmals von Hand durchlesen.

Daraus entstehen zwei kräftige Rotweine. Vom „Noray“ werden rund 8 000 und vom „Roca Bruixa“ nicht ganz 3 000 Flaschen jährlich hergestellt.